Häufig gestellte Fragen mit Antworten

Sie haben die Fragen, wir geben Ihnen eine Antwort:

Warum ist die CPUX Zertifizierung für mich interessant?
Durch eine CPUX Zertifizierung
  • weisen Sie objektiv nach, dass Sie international anerkannte Kompetenz im Bereich Usability & UX besitzen.
  • sichern Sie, dass Ihr grundlegendes Usability & UX Wissen als Praktiker dem neuesten Stand entspricht.
  • können Sie fortgeschrittene Zertifizierungen anstreben, zum Beispiel als Usability Tester, User Requirements Engineer, Information Architect und Usability Engineer.
  • stellen Sie sicher, dass Sie als Interessenvertreter mit den grundlegenden Begriffen von Usability vertraut sind – mit anderen Worten, dass sie die Frage „Do You Speak Usability?“ getrost bejahend beantworten können. Die CPUX-F Zertifizierung ist geeignet für Interessenvertreter (Stakeholders) die mit Usability Professionals zusammenarbeiten und sich mit den grundlegenden Begriffen und Prozessen des Usability-Engineering vertraut machen wollen. Beispiele solcher Interessenvertreter sind Entwicklungsleiter, Softwareentwickler, Designer, Benutzer, Produktmanager und Marketingfachleute.
Welche Typen der CPUX Zertifizierung gibt es?

Im Augenblick gibt es den CPUX-F (Certified Professional for Usability and User Experience – Foundation Level).

Aktualisierte Informationen zu den Aufbaustufen (Advanced Levels) sind auf der Seite Aufbaustufen zu finden.

Wie werde ich zertifiziert?

Für den CPUX-F müssen Sie bei einer 75-Minuten langen Prüfung mindestens 28 von 40 möglichen Punkten erreichen. Die Prüfung enthält 40 Multiple-Choice Fragen.

Beispielprüfungsfragen CPUX-F.

Die Prüfung wird von einer anerkannten, unabhängigen Zertifizierungsstelle durchgeführt. Diese unabhängige Zertifizierung, wo der Unterrichter die Prüfungsfragen nicht kennt, erhöht die Glaubwürdigkeit der CPUX Zertifizierung.

Vor der Prüfung empfehlen wir ein vorbereitendes Training von einem anerkannten Trainingsanbieter. Teilnahme an einem vorbereitenden Training ist keine Voraussetzung für eine Zertifizierung. Vorbereitende Trainings dauern von 3 Stunden (Crash Kurs für Personen, die schon praktische UX Erfahrung haben) bis 3 Tage.

Die Prüfungen finden immer am letzten Tag der jeweiligen Trainings statt. Ohne Training haben Sie auch die Möglichkeit an öffentlichen Prüfungsterminen von iSQI teilzunehmen.

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Was kostet die Zertifizierung?

Die Kosten für die Zertifizierung betragen zur Zeit:

  • EUR 240,- (zzgl. MwSt.) für Mitglieder der German UPA
  • EUR 270,- (zzgl. MwSt.) für Mitglieder des ASQF e.V.
  • EUR 150,- (zzgl. MwSt.) für Studierende mit gültigem Nachweis (unabhängig von einer Mitgliedschaft in der German UPA oder dem ASQF e.V.)
  • EUR 300,- (zzgl. MwSt.) für alle anderen Personen

Sollten Sie das Pech haben bei der Zertifizierungsprüfung durchzufallen, werden Wiederholungsprüfungen zu einer um 50% reduzierten Prüfungsgebühr angeboten. Die Durchfallquote liegt zur Zeit unter 10%.

Seminare kosten außerdem zwischen 250€ bis 1.500€ abhängig von der Dauer der Trainings und dem Trainingsanbieter. Teilnahme an einem vorbereitenden Training ist keine Voraussetzung für eine Zertifizierung.

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Was muss ich wissen, um zertifiziert zu werden?
Das geht aus dem öffentlich zugänglichen Curriculum und Glossar hervor. Außerdem stellen wir für Sie einen kompletten Satz Beispielprüfungsfragen CPUX-F zur Verfügung – natürlich mit Antworten.
An wen wendet sich die CPUX-Foundation Level Zertifizierung?
Wir haben die CPUX-F Zertifizierung für die folgenden Zielgruppen entwickelt:
  • Usability Professionals, die sichern möchten, dass ihr grundlegendes Wissen als Praktiker dem neuesten Stand entspricht.
  • Usability Professionals, die fortgeschrittene Zertifizierungen anstreben, zum Beispiel als Usability Tester, User Requirements Engineer, Information Architect und Usability Engineer.
  • Interessenvertreter (Stakeholder), die mit Usability Professionals zusammenarbeiten und sich mit den grundlegenden Begriffen und Prozessen des Usability-Engineering vertraut machen wollen. Die Ausbildung und Zertifizierung stellt sicher, dass die Interessenvertreter mit den grundlegenden Begriffen von Usability einigermassen vertraut sind – mit anderen Worten, dass sie die Frage „Do You Speak Usability?“ getrost bejahend beantworten können.
Beispiele solcher Interessenvertreter sind Entwicklungsleiter, Softwareentwickler, Designer, Benutzer, Produktmanager und Marketingfachleute.
Ich arbeite schon mehrere Jahre als Usability Professional. Ist die CPUX Foundation Level Zertifizierung überhaupt für mich von Interesse?
Ja, und zwar aus folgenden Gründen:
  • Um zu prüfen, ob Ihr grundlegendes Wissen als Praktiker dem neuesten Stand entspricht.
  • Um aus eigener Erfahrung beurteilen zu können, worum es bei dem CPUX Zertifikat geht.
  • Um in der Diskussion über CPUX mitreden zu können auf Grundlage von persönlichen Erfahrungen bei der Zertifizierung.
  • Um Vorbild für Einsteiger im Fachgebiet Usability und User Experience zu sein, die über eine Zertifizierung nachdenken.
Übrigens: Die CPUX-F Zertifizierungsprüfung ist nicht so einfach, wie man vielleicht glauben mag. Bitte nehmen Sie sich Zeit die öffentlich zugänglichen Prüfungsfragen anzuschauen. Beurteilen Sie bitte selbst, ob diese Aufgaben Ihren Erwartungen hinsichtlich einer Zertifizierung entsprechen.
Kann ich mich auch zertifizieren lassen ohne an einem vorherigen Training teilzunehmen?

Ja, eine Teilnahme an einer Prüfung mit eigener Vorbereitung ist ohne weiteres möglich. Die Trainingsanbieter haben dazu eine gewisse Menge an Zusatzplätzen für den Prüfungszeitpunkt vorgesehen. Die Anmeldung hierzu geschieht direkt über die Zertifizierungsstellen mit Angabe des Wunschtermins und Ortes.

Wie ist der Vorschlag zur CPUX Zertifizierung entstanden?
Der Vorschlag zur CPUX Zertifizierung wurde vom Arbeitskreis Qualitätsstandards der German UPA entwickelt. Weitere Informationen zu diesem Arbeitskreis finden Sie hier: http://www.germanupa.de/aktivitaeten/arbeitskreise/qualitaetsstandards/ Vor etwa 10 Jahren hat die UPA International („UPA-I“) einen Zertifizierungsvorschlag ausgearbeitet. Der Usability Body Of Knowledge („BOK“, vgl. http://www.usabilitybok.org/) war ein wichtiger Teil dieses Vorschlags. Der Vorschlag wurde nach Widerstand von Seiten der UPA-I Mitgliedschaft stillgelegt. Vor ein paar Jahren fing der Vorstand der German UPA an sich für Zertifizierung zu interessieren. UPA-I hat sich dann dazu entschlossen, die Initiative der German UPA zu überlassen. Die German UPA hat daraufhin den AK Qualitätsstandards als fachlich zuständig erklärt. Der AK hat die Zertifizierungsdokumente entwickelt, getestet und verbessert und den UXQB gegründet der jetzt für die Zertifizierung verantwortlich ist.
Gibt es bedeutende Usability-Themen, die im Prüfungsverfahren nicht berücksichtigt werden?
Ja: Soziale Fähigkeiten. Ursache: Wir glauben dass sich soziale Fähigkeiten nicht prüfen lassen. Wir haben viele Kollegen aufgefordert uns zu sagen, wie man soziale Fähigkeiten hinreichend objektiv prüfen kann. Bisher erhielten wir keinen umsetzbaren Vorschlag. Soziale Fähigkeiten sollten jedoch Gegenstand von Ausbildungsprogrammen (jenseits einer Zertifizierung) sein. Wir unterstützen eindeutig Ausbildungsprogramme, die jenseits der Inhalte einer Zertifizierung das praktische Anwenden von Methoden des Usability-Engineering in Analyse, Design und Evaluierung in den Vordergrund stellen und auch das Trainieren sozialer Kompetenzen beinhalten (z.B. aktives Zuhören, Beobachten, Moderieren).
Wie wurden die Zertifizierungsaufgaben getestet?
Ein erster Prototyp der Zertifizierungsaufgaben wurde im Rahmen der G-UPA Tagung in Chemnitz 2011 mit ungefähr 50 Tagungsteilnehmern getestet. Wie immer wurde der Prototyp scharf aber konstruktiv kritisiert. Wir wurden stets ermuntert, an diesem Projekt weiterzuarbeiten. Die zweite Prototyp wurde im Rahmen der UPA-I Tagung in Las Vegas (USA) mit ungefähr 50 Tagungsteilnehmern getestet. Es gab weiterhin wertvolle Kritik, aber auch klare Rückmeldungen, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Seitdem sind das Curriculum und die Zertifizierungsaufgaben gründlich im Arbeitskreis Qualitätsstandards des German UPA diskutiert worden. Die Qualitätssicherung der Fragen wird nach dem Übergang von Curriculum und die Zertifizierungsaufgaben in das UXQB dort weiter geführt.
Warum wird das Thema Gestaltung oder Design im CPUX-F vernachlässigt?
Wir meinen nicht, dass das Thema Gestaltung oder Design im CPUX-F vernachlässigt wird. Schließlich macht Design 25% des CPUX-F Curriculums aus. David Benyon, der Autor des anerkannten Lehrbuchs „Designing Interactive Systems“, leitet seinen Designabschnitt mit der Aussage „Design is messy“ ein. Wir haben uns daher absichtlich in CPUX-F auf die Gebiete und Begriffe im Designprozess konzentriert, wo Einigkeit besteht.
Warum wird der Titel „CPUX“ benutzt? Nach Erhalt des CPUX-F ist man ja lange kein Professional. Außerdem suggeriert der Titel eine User Experience (UX)-Kompetenz des Zertifikatsinhabers, obwohl diese nicht geprüft wird. Heute kann man fachlich sauber nur die Usability-Kompetenz zertifizieren.

Die Zertifizierung bescheinigt, dass der Zertifikatsinhaber die Foundation Level Prüfung bestanden hat. Wir benutzen das Wort „Professional“ im gleichen Sinne wie das artverwandte Zertifizierungssystem der Certified Professional for Requirements Engineering (CPRE). Genau genommen ist man nach Erhalt dessen Foundation Level Zertifizierung auch kein „Professional“, sondern hat Basiswissen („Foundation Level“) nachgewiesen. Da wir aber genau wie beim „Certified Professional for Requirements Engineering“ (CPRE) eine einheitliche Titelserie anstreben, finden wir es richtig die Titel CPUX-F, CPUX-UT (Usability Tester), CPUX-UR (User Requirements Engineering) und CPUX-M (User Experience Management) einheitlich zu benennen. Eine Person, die als CPUX-F zertifiziert ist, darf sich Certified Professional for Usability und User Experience – Foundation Level nennen.

Wir prüfen die UX-Kompetenz nach ISO 9241-210, weil dies die einzige anerkannte Definition von User Experience ist. Nach unserer Auffassung lässt sich diese Kompetenz prüfen. Wir sind auch der Auffassung, dass sich User Experience (UX) und die „Satisfaction“ Komponente von Usability prinzipiell nicht unterscheiden oder im Widerspruch stehen.

Spielt praktische Erfahrung bei der Zertifizierung eine Rolle?
Nein. Wir meinen, dass eine Beurteilung von Erfahrungen und Qualifikationen die nur auf dem Sichten von schriftlichen Unterlagen beruht, wertlos ist. Offen gesagt ist es zu einfach, hier etwas vorzutäuschen. Bei der wirklichen Beurteilung von Wissen, Erfahrung und Qualifikation, z.B. durch eine Personalabteilung, ist das CPUX-Zertifikat eine (1) Komponente. Wir unterstützen eindeutig Ausbildungsprogramme, die jenseits der Inhalte einer Zertifizierung das praktische Anwenden von Methoden des Usability-Engineering in Analyse, Design und Evaluierung in den Vordergrund stellen und auch das Trainieren sozialer Kompetenzen beinhalten (z.B. aktives Zuhören, Beobachten, Moderieren).
Mehrere andere deutsche und internationale Organisationen bieten Usability-Zertifizierung an. Warum sollte ich mich für den CPUX entscheiden?
Das Zertifizierungsprogramm des UXQB ist völlig transparent. Unser Curriculum, Seminarprogramm und ein vollständiger Satz von Prüfungsfragen ist jederzeit öffentlich zugänglich. Bei uns ist also im Voraus klar, was drin ist. Das Zertifizierungsprogramm des UXQB beruht auf anerkannten Standards, insbesondere der ISO 9241-Reihe. Darüber hinaus beruht es auch auf praktische Erfahrungen von Praktikern mit mindestens 15 Jahren Erfahrung. Persönliche Meinungen und akademische Betrachtungen sind für uns weniger von Bedeutung. Vielmehr steht der international anerkannte Konsens im Vordergrund. Wir werden den CPUX systematisch internationalisieren und arbeiten dabei mit anderen fachlichen Interessensvertretern und Verbänden in Europa zusammen. So werden wir unser Zertifizierungsprogramm iterativ auf der Basis von gemachten Erfahrungen und eingegangenem Feedback verbessern.
Das Usability-Gebiet ist komplex. Ist es nicht eine Täuschung vorzugeben, dass man die grundlegenden Begriffe in nur zwei Tagen lernen kann?
Unser Grundsatz ist „Das Perfekte ist der Feind des Guten.“ Wir legen unser Curriculum offen. Es bleibt jedem selbst überlassen, sich ein Urteil über das Curriculum und die Prüfungsaufgaben zu bilden. Wir meinen, dass man innerhalb von zwei Tagen so viel über Usability lernen kann, dass man innerhalb eines Projektes mit anderen über Usability informiert diskutieren kann. Unser Motto für den Foundation level (CPUX-F) ist „Do You Speak Usability?“ Wir finden eine zweitägige Ausbildung sehr viel nützlicher als die Alternative: Keine Ausbildung. Darüber hinaus glauben wir, dass die Hauptzielgruppe für die CPUX-F Ausbildung und Zertifizierung höchstens 2-3 Tage für eine Usability Ausbildung zur Verfügung hat. Artverwandete Personal-Zertifizierungsprogramme, wie www.ireb.org (Requirements Engineering) oder www.istqb.org (Software Testung), gehen für ihre Foundation Levels ähnlich vor. Und: Wir freuen uns auf Feedback! Denn wir beherzigen auch bei der Zertifizierung den Grundsatz „Lasst uns doch einfach mal die Nutzer fragen.“
Wenn ich das komplette CPUX Zertifizierungsprogramm durchgeführt habe, bin ich dann ein Usability Experte?
Expertise kommt nur durch praktische Erfahrung. Man schätzt, dass 5-10 Jahre intensive Arbeit in einem Sachgebiet nötig sind, bevor man möglicherweise von anderen als Experte anerkannt wird. Manche werden es nie. Wir unterstützen eindeutig Ausbildungsprogramme, die jenseits der Inhalte einer Zertifizierung das praktische Anwenden von Methoden des Usability-Engineering in Analyse, Design und Evaluierung in den Vordergrund stellen und auch das Trainieren sozialer Kompetenzen beinhalten (z.B. aktives Zuhören, Beobachten, Moderieren).